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Die Weisheit des BUDO

MiKup_02.jpeg Michael W. Kupplmayr

Mental-Trainer "Selbst-Behauptung"

Auszug aus: BUDO - Mental Training

 

Selbst-Behauptung, was können wir darunter verstehen? Was ist das Selbst, das sich behaupten müsste? Der Weg in den Kampfkünsten führt zumeist über einen äußeren, körperlichen Weg von der Meisterung irgendeiner Kampfkunst, Fitnessübungen usf. bis hin zu mentalen Übungen wie Meditation, Selbstkontrolle, Fokussierung usw. Hier hört es dann für gewöhnlich auf. Dies ist tatsächlich gewöhnlich. Die Frage nach dem Wunder des "Da-Seins/Lebens" wird sich scheinbar gar nicht gestellt, und die Suche nach einer Antwort nur oberflächlch abgewiegelt. Ein Blick bei Nacht zu den Sternen am Himmelsgewölbe sollte nach meinem Empfinden eigentlich ausreichen, um sich etwas tiefer gehend mit diesem unglaublichen Wunder zu befassen und es zu erforschen. Genau genommen sollte uns so gut wie jede Erscheinung in großes Staunen versetzen können, ob es nun die Blume auf dem Felde, der menschliche Körper und seine Funktion oder ettliche andere "Dinge" sind, die uns tagtäglich begegnen. Wie kann es sein und was ist es, das uns so sehr vereinnahmt und beschäftigt hält, dass wir keine Zeit und Muse mehr finden, uns mit dem was ich hier als "das Wunder" bezeichne, zu beschäftigen? Wie kann es sein, dass wir dem "Einzigsten", dem "Fantastischsten", das uns gegeben ist, so wenig Aufmerksamkeit widmen? Und wenn doch, dann äußerst oberflächlich, und meist erst dann, wenn unsere Lebensuhr fast abgelaufen und unsere "Existenz" sich zu Ende neigt. Ich spreche hier von dem, was wir als "das Leben" bezeichnen, "unser Leben". In meinen Kursen der "Selbst-Behauptung", dem "Mental-Training", geht und dreht sich alles ausschließlich um "dieses Wunder", unser Leben, unser Sein, unsere Existenz. Und wenn ich sage "ausschließlich", dann umschließen und umfassen diese Gespräche "alles", denn es ist nun mal die Eigenschaft des Lebens, dass alles was geschieht, "im Leben geschieht" und ausnahmslos alle Geschehnisse in dem statt finden, was wir als "unser Leben" bezeichnen. 

In meinen Kursen zur "Selbst-Behauptung" geht es primär um die Frage nach dem Selbst und um Fragen rund um das Selbst. Fragen wie: "Gibt" es überhaupt ein Selbst oder ist das Selbst nur eine Idee? Und falls dies so wäre: eine Idee von wem? Was ist Selbsterkenntnis? Ist das erkennende Selbst identisch mit dem Selbst, das erkannt wird? Oder ist dieses "erkennende Prinzip" etwas anderes, als das, was erkannt werden kann? Es geht um Fragen nach Bewusstsein, um Selbst-Bewusst-Sein, den Unterschied zwischen "Sein" und "Existenz", um Wirklichkeit und Wahrheit, nicht mehr und nicht weniger. Und es geht um Fakten. Tatsachen. Was kann wirklich gewusst werden!?! Keine flauschigen Märchenwolken von einschläfernden Möchtegern-Erkenntnissen. Keine seichte Esoterik (ohne die Esoterik schmälern zu wollen). Es geht um alles, denn darüber hinaus "gibt" es nichts. Wir werden das Gesagte überprüfen indem wir selbst nachsehen. Wir werden lernen, Tatsachen von Daten zu unterscheiden. Die Frage: "Was kann wirklich gewusst werden?" ist eine der zentralen Fragen, die wir auf alles was wir in Form von Gedanken zur Anschauung bringen, anwenden werden. Und wir werden feststellen (müssen), wie wenig von dem, was wir zu wissen glauben, tatsächlich bestehen bleiben kann.

Um noch einmal auf die Kampfkünste einzugehen: der Oberbegriff für alle asiatischen bzw. japanischen Kampfkünste wie Karate-Do, Judo, Kendo, Taekwondo, Laido usf. lautet BUDO. Oberflächlich betrachtet besteht die Lehre des Budo im Erlernen einer oder mehrerer dieser Kampfkünste. Tiefergehend ist Budo die Lehre des absoluten inneren Friedens. Der tiefere Sinn des BUDO besteht u. a. darin, die ursprüngliche Freiheit wiederzuerlangen, selber zu Denken (oder was darunter verstanden werden kann). Der gewöhnliche Mensch "glaubt", er sei es (selbst), der denkt, aber das "denkende Ich" ist bereits ein weiterer Gedanke. Wer denkt also?

Äußerlich betrachtet erschöpft sich der Ausübende einer Kampfkunst, der sogenannte Budoka, in körperlichen Übungen. Innerlich betrachtet erschöpft sich sein Tun in der Unerschöpflichkeit des Schöpfens, da letztendlich jede Schöpfung der Vergänglichkeit unterworfen ist. Egal was du tust, es gelangt zu seinem eigenen Ende. Dies mag der Augenblick der totalen Erschöpfung deiner "momentanen Person" sein, von der du ein Leben lang geglaubt hast, sie zu sein. Vielleicht wird dir zur ersten mal klar vor Augen geführt, was Vergänglichkeit wirklich bedeutet. Jetzt blickst du tiefer. Es wird erkannt, dass alles was erkannt werden kann, einschließlich der eigenen Person, nicht das ist, was man selbst ist. Das Selbst, das erkennt, ist etwas anderes, als das Selbst, das erkannt wird. Das ist Selbsterkenntnis. Man erkennt sich selbst als ewig währendes Prinzip und das Bewusstsein als eine  Art Leinwand auf der alle Erscheinungen wie Bilder im ewigen Hier und Jetzt vorüberziehen. Hier beginnt der nächste Schritt unserer Evolution (evolutio = ein Herausrollen). Und dieser Schritt ist genau genommen der erste Schritt in das "vollkommene Sein" das du bereits in der Essenz dessen was du bist, bist.

Was ich mit diesen Worten andeuten möchte: so schön, erstaunlich und ergreifend manche Kampfkunst und ihr darstellender Protagonist auch sein mag, und wie gut ein Kampfkünstler seine Kunst auch beherrschen mag und ohne all diese Fähigkeiten und schönen Künste schmälern zu wollen, vor allem schon deshalb nicht, da ich mich selbst gut 30 Jahre (und ich meine damit raumzeitliche 30 Jahre) intensivst dem Studium der Kampfkunst gewidmet habe... es ist ein Witz. Ein Witz im Verhältnis zu dem, was Budo "als Ding an sich" eigentlich ist. Geh weiter, gehe darüber hinaus, über alles was du bis hier her zu wissen und zu können glaubtest. Alles bis hier her war wichtig und nötig. Aber für den nächsten Schritt wird sich jede Überzeugung, jede Meinung, jeder Glaube als Hindernis erweisen, welches nicht gemeistert werden wird, ehe du dich nicht frei von jeder Meinung, jeder Überzeugung, jeden Glaubens und jeglicher Konzepte "gemacht" hast. Und die Crux an der Sache ist: du "musst" dich zwar frei machen von der Person, die du bis hier her geglaubt hast zu sein, aber dies kannst du nicht tun - es passiert von selbst. Dieser Schritt führt dich dort hin, wo du vielleicht eine Person "hast", aber keine Person (lat. Maske) mehr bist. Du trägst deine Person wie eine Maske, und du schlägst (um bei der Kampfkunst zu bleiben) durch die Maske hindurch, um zu sehen, was sich dahinter verbirgt. Dann siehst du, dass du... "Nichts" siehst". Dich selbst, das "allsehende Auge" kann sich selbst nicht sehen, so wie der Verstand sich selbst nicht verstehen kann. DU selbst bist dieses "allsehende Prinzip". DU bist das was alles wahrnimmt, alles sieht, schmeckt, spürt, richt usf. DU aber kannst dich Selbst nicht wahrnehmen, schmecken, spüren usf. DU bist nicht, was du erfährst, DU liegst allen Erfahrungen zu Grunde. Dies ist das grundlegende "ICH", das "Absolute", vollkommen und nicht bedingt, aber die Grundbedingung für alles. Alles was geschieht, geschieht nur auf Grund dessen, dass es "Dich" "gibt". DU aber, das Sein das du bist, bist immer allgegenwärtig das was du bist, unabhängig davon was erfahren wird. Diese Worte beschreiben in Kürze den "anfangslosen Anfang" deiner/unserer Geschichte. Aber wozu das alles? Gute Frage. Nächste Frage.

BUDO - Mental Training

 

 

Nachfolgend eine irrelevante Kurzbeschreibung der siebenstufigen Leiter des Budo: 

1) Selbst-Verteidigung:

die "erste" Identifikation mit der "Körper-Verstand-Einheit" als (Ich), sowie dessen Schutz & Verteidigung, auf einer rein körperlichen Ebene.

2) Selbst-Behauptung:

Abgrenzung, Behauptung und Aufrechterhaltung dieser "Körper-Verstand-Einheit" in der Welt;

3) Selbst-Verständnis:

verbleibt das Selbst-Verständnis in der Identifikation mit der "Körper-Verstand-Einheit" und wird dies für "wahr" angenommen und gänzlich akzeptiert, ist der Irrtum vollständig. Dieses "Selbst-Verständnis" als "gewöhnliche Person" wiederholt sich ständig  (Punkt 1 bis 3). Gelangt das Verstehen über das "personale Verständnis" hin zum Verstehen des Selbst, folgt Stufe vier...

4) Selbst-Erkenntnis:

das Verständnis erweitert sich vom "scheinbaren Selbst" hin zum "wahren Selbst", vom Schein zum Sein. Es wird verstanden, dass das Selbst, das erkannt werden kann, nicht das Selbst ist, dass man selbst ist. Der Kreislauf wird nun zur Spirale und eröffnet die fünfte Ebene.

5) Selbst-Bewusst-Sein:

Mit der fünften Ebene wird klar, dass alles, was auf der Leinwand des Bewusstseins zur Anschauung kommt, sich immer eine Stufe unter dem befindet, was Bewusstsein als "Ding an sich" ist. Hier sprechen wir von Selbst-Bewusst-Sein.

6) Erleuchtung:

Einhergehend mit der vierten und fünften Stufe erfolgt das, was Erleuchtung genannt werden kann. Die "Er-Kenntnis", dass alles was als "wirklich" und/oder "wahr" bezeichnet wird, lediglich eine "Verwirklichung" der Wirklichkeit ist, aber nicht die Wirklichkeit selbst. Ebenso wird das, was "man selbst ist", nicht mehr mit dem verwechselt ", was man ein Leben lang geglaubt hat, zu sein.

7) Vor dem Licht:

 "Vor" dem Licht ist "Das", was hierarchisch vor und nach allem steht, die UP-solute Synthese. Es ist Ur-Quell/Ursprung von allem was ist, was "war" und jemals sein "wird" und auch finale Mündung aller Emanationen. "Vor dem Licht" ist vor dem Bewusstsein, da es das Bewusstsein bezeugt; es selbst kann nicht bezeugt werden, da es Eines ist. Das Licht vor dem Licht ist das Eine ohne ein Zweites, sich selbst nicht kennend, keinen Schatten werfend, doch alle Schatten (und ausgedachten Lichter) in sich selbst hinein emanierend. Sein, das kein zweites Sein kennt. Man kann "Es" als "Absolutes Nichts" bezeichnen, als "absolute Stille", es ist aber nicht die Stille, welche die Abwesenheit von Lärm oder Geräuschen meint. "Es" ist weder jenseites noch diesseits davon. "Dies Licht" lässt sich nicht vor-stellen, es "entzieht" sich jeglicher Vorstellung, ist nicht beschreibbar (somit ist alles hier Beschriebene "falsch"). "Es" ist "reines, unkonditioniertes Nichts", was nicht zur Anschauung gebracht werden kann, frei von Attributen. "Etwas", das es nicht "gibt" und doch "ist".

Ps: es sei angemerkt, dass die "sieben Ebenen", die "siebenstufige Leiter" oder wie auch immer man es nennen mag, nicht chronologisch, sondern eine raum- und zeitlose Hierarchie darstellt.

 


Die göttliche Weisheit von B-UDO (PDF-Download)

Nachfolgendes Gedankengut ist lediglich ein Auszug von Auszügen ect. pp.

Nachfolgende Video-Clips und Textpassagen sind lediglich "Erscheinungen" und es liegt gänzlich beim Betrachter, dieses "Material" zu interpretieren. Der Inhalt dieser Seite besteht lediglich aus Zeichen. Aus Zeichen werden Worte und aus Worten Bilder. Im wahrhaftigen BUDO geht es nicht um eine Meinung, einen Glauben oder eine bestimmte Überzeugung. Der tiefere Sinn des BUDO besteht u. a. darin, die ursprüngliche Freiheit wiederzuerlangen, selber zu Denken. Der gewöhnliche Mensch "glaubt", er sei es (selbst), der denkt...

Wirkliches BUDO gehört, wie die Philosophie, - zur Königsdisziplin unter allen (Geistes-) Wissenschaften

Die Geheimnisse im Kern aller Dinge entziehen sich den sog. Gelehrten und Autoritäten.

Wirklicher Erkenntnisfortschritt kann (nur) durch das Infragestellen des bisherigen "Wissens" erfolgen. Was in Frage gestellt wird, wird auch eine Antwort geben. Diese selbstgegebenen Antworten, die ein "individuelles Bewusstsein" dann als "richtig" (an)erkennt, definieren dann einen neuen Standpunkt und damit auch eine neue Sicht auf die Welt - eine neue Ansicht dieses indi(mikro)viduellen Bewusstseins. Es verändern sich so, mit jeder neuen Antwort die gefunden wird, auch die Grenzen des Glaubens- und Wahrnehmungssystems, in dem sich dieser "wahrnehmende Geist" letztendlich "beweget". Die von dir als "endgültig und wahr" angesehenen Antworten (Wahrheiten) stellen die seltbstgezogenen Grenzen deines menschlichen Bewusstseins dar. Sie sind als solche immer fragmentiert, chronologisch, kausal determiniert und statisch. Das bedeutet: alles was du "glaubst" sind nur Teile (Fragmente) der ganzen Wirklichkeit, die du zu einem bestimmten Zeitpunkt (chrono-logisch), aus deiner "Norm(alität)" heraus (kausal determiniert), von einem bestimmten Punkt aus (statische Perspektive), (als)wahr(an)nimmst. Die genauesten Antworten (die du finden wirst) sind dabei immer nur neue Fragen. Beantworte dir deine Fragen also am besten immer nur mit neuen Fragen, bis "du dich selbst hinterfragt" hast, d. h. bis du dich selbst "hinter deine bisherige Wahrnehmungsgrenze fragst" - so lange, bis du bei der wirklichen Wirklichkeit landest.

Die Geistlosigkeit eines Menschen zeigt sich vor allem, wenn er neben seinem eigenen "ihm logisch erscheinenden limitierten Denksystem", keine andere Logik gelten lassen will. Geistig unflexible Menschen verhalten sich wie geistlose Rechenmaschinen, d.h. wie programmierte Computer, diese können sich selbst auch nicht "geistreich inspirieren", sondern sie funktionieren nur mechanisch-logisch.

Es geht darum, sich hier und jetzt bewusst zu werden (bzw. zu sein), dass man als Mensch "selbst" seinen Glauben bestimmen kann. Du solltest nicht den Glauben irgendwelcher geistloser Menschen nachplappern und dich in irgendwelchen Überzeugungen verlieren, sondern endlich anfangen, selber zu denken. Und um das Maß seiner (geistigen) Krankheit abzuschätzen, muss man seine Illusionen verstehen.

Dein tiefer Glaube: Für dich (als Leser dieser Zeilen) wird immer alles (ohne wenn und aber) genau so in Erscheinung treten, wie du dir selbst glaubend machst, dass es ist. Jeder „normale“ (normierte) Mensch den du dir jetzt ausdenken kannst (z. Bsp. auch deine eigene Person, mit der sich das wahrnehmende Bewusstsein des Lesers dieser Zeilen jetzt nicht verwechseln sollte), der mit sich selbst und seiner (Außen-) Welt unzufrieden und uneins ist, sollte als allererstes seinen eigenen persönlichen Glauben in Frage stellen (bei gewissenhafter Selbstbetrachtung, wird er zwangsläufig feststellen müssen/dürfen, dass ein großer Teil seines Glaubens gar nicht sein eigener Glaube ist, sondern der von Anderen). "Ändere" deinen Glauben, und es ändern sich deine (Welt-) Bilder, die du zu sehen bekommst.

Solange wir die Strukturen in unserem Geist unverändert lassen und wiederholen, werden wir im Wesentlichen die gleiche Welt, die gleichen Übel, die gleiche Störung stets aufs neue erschaffen. Dafür verantwortlich ist mitunter unsere engstirnige, einseitige Sichtweise auf die jeweilige Erscheinung. Tritt eine Situation in unser Leben, die unsere einseitige (Kindergarten-) Logik als "schlecht" oder "negativ" bewertet, ärgern wir uns, wir lehnen diese Situation ab, wir leiden, wollen sie verändern oder vermeiden. Tritt eine Situation ein, die wir als für uns "positiv" interpretieren, freuen wir uns, und wir haben auch nichts dagegen, wenn sich diese Situation wiederholt. Was wir dabei übersehen, ist, dass beide Seiten in unserem Denken, in unserem Geist zusammengeführt werden wollen (um eine "höhere" geistige Ebene zu "betreten"). Dazu müssen wir uns selbst "ertappen", und zwar im Augenblick der gedanklichen Bewertung (+/-) einer eintretenden Situation. Wir entwickeln praktisch einen "Standpunkt", einen "Aussichtspunkt" in uns, von dem aus "wir uns selbst" (unserem Handeln) als wertfreier Beobachter, als Zeuge zusehen. Das ist Teil des "Trainings", der Disziplin, in der sich der fortgeschrittene BUDO-ka täglich übt. Hier beginnt Bewusstheit. Für gewöhnlich indentifiziert sich der Mensch noch immer mit dem unaufhörlichen Strom von Gedanken, dem zwanghaften Denken, wovon das Meiste nichts als sinnlose Wiederholungen sind.

"Außerhalb" dieser gedanklichen Prozesse und den damit einhergehenden Emotionen gibt es kein "Ich" - das ist u. a. mit spiritueller Unbewusstheit gemeint. Wenn den Leuten gesagt wird, dass unablässig eine Stimme in Ihrem Kopf redet, sagen sie: „Was für eine Stimme?“ und leugnen sie einfach ab, obwohl genau das natürlich die Stimme ist, der Denker, der unbeobachtete Verstand. Sie kann fast als ein Wesen betrachtet werden, das von ihnen Besitz ergriffen hat. Ein Denken ohne Bewusstheit. Man kann es auch als "reines, mechanisches Funktionieren" beschreiben. Eines der fundamentalen Ursachen eines jeden Dilemma.

Spannungen aus dem Denken pflanzen sich in den Körper fort. 

Solange wir noch suchen, solange wir noch anderswo suchen als in uns selbst, solange sind wir gefangen, und werden den Gefühlszustand der sogenannten "ewigen Glückseligkeit" nicht erreichen - er erreicht vielmehr uns - aber erst, wenn wir alles andere hingegeben haben, uns selbst und auch unsere Suche.

Es gibt keine alltäglichen Momente, es kommt auf unsere Fähigkeit an, was wir daraus machen. Jeder Augenblick ist einzigartig.

Über die Wirklichkeit läßt sich nicht viel aussagen, solange wir nur die sichtbare Oberfläche der Dinge beschreiben, die jedermann vor Augen hat. Die Wirklichkeit ist "hinter" den Dingen, erscheint paradox und man kann nur in Metaphern von ihr sprechen. Sollte uns eine solche Rede fremd und geheimnisvoll erscheinen, haben wir noch nicht viel von der Wirkichkeit verstanden. Für unseren Alltagsverstand bleibt die Wirklichkeit verborgen und unverständlich, aber es kann zumindest verstanden werden, dass sie nicht verstanden werden kann. Paradoxes Verstehen.

Ich denke - also bin ich - ist nicht das Selbe. Solange du noch denkst, dass du bist, bist du nicht (im Sein). 

Wenn du nicht glaubst, dass du der Schöpfer deiner Realität bist, dann wirst du deine Realität als etwas erfahren, dass du nicht erschaffen hast... und dir damit beweisen, dass du der Schöpfer deiner Realität bist. Du als wahrnehmendes Bewusstsein (Geist) stehst immer mit Allem in Beziehung, in Verbindung. Du kannst nicht nicht mit irgend etwas in Beziehung stehen, denn alles was in deinem Bewusstsein als wahrgenommene In-Formation auftaucht, ist im Augenblick des Auftauchens, hier und jetzt, ein Teil deines Bewusstseins. Dein Bewusstsein (Gehirn?) ist das verbind-ende Parameter von allem was ist. "Einige unter uns" mögen vergessen oder verleugnen, dass wir Schöpfer unserer Realität sind. Die Tatsache, dass wir es vergessen haben, bedeutet nicht, dass wir es nicht trotzdem tun. Es bedeutet, dass wir nicht wissen was wir tun.

 

 

Du kannst dich nicht gewahr denken, du kannst nur gewahr sein. Ebenso kann man Bewusstsein nicht haben, man kann nur bewusst sein. Sobald der gedankliche Versuch unternommen wird, sich Bewusst- oder Gewahrsein als "Ding an sich" zu denken, ist dies nur ein Gedanke, und alles was gedacht bzw. sich bewusst gemacht werden kann, befindet sich immer eine Ebene "unter" (bzw. "über") dem, was Bewusstsein als "Ding an sich" ist.

Die 7 Stufen des Bewusstseins - (Download Word)

Alle möglichen Möglichkeiten bestehen imme(e)r gleichzeitig neben, bzw. hierarschisch unter- und ineinander gleichzeitig. Welchen Einfluss hast du darauf, warum und welche Information an der Oberfläche des Bewusstseis aufsteigt und "zu sehen" ist?

Mit wachem Geist können Gedanken solcher Art bis ins unendliche weitergedacht, erweitert werden. Wir wollen es aber vorerst hiermit gut sein lassen. Gutes gelingen auf deinem eigenen Weg aus dem Nichts in dein Alles wünscht...

...wer auch immer.



SDG